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Bericht zur Sitzung des Bau- und Verkehrsausschusses am 12. März 2026

Der Bau- und Verkehrsausschuss des Kreises Steinburg hat am 12. März 2026 mehrere zentrale Themen beraten. Im Mittelpunkt standen die Grenzwegtrasse, die Klappbrücke Heiligenstedten, die Optimierung des ÖPNV, das Radverkehrskonzept sowie der Prüfbericht zu Straßenbaumaßnahmen des Amtes für Kreisstraßen.

Grenzwegtrasse: Bürgerliste bleibt kritisch

Zum Projekt Grenzwegtrasse wurde der aktuelle Planungsstand vorgestellt. Die Bürgerliste Steinburg bewertet das Vorhaben jedoch weiterhin kritisch und lehnt eine Fortführung in der bisherigen Form ab, weil sich die Kosten nach ihrer Einschätzung inzwischen in einem nicht mehr vertretbaren Umfang entwickelt haben und der verkehrliche Nutzen nicht überzeugend genug erscheint. Bereits im Dezember 2024 hatten wir beantragt, die Maßnahme wegen der Haushaltssituation nicht weiterzuverfolgen; in einer Pressemitteilung forderten wir die sofortige Aussetzung des Projekts. Aus Sicht der Bürgerliste stehen an anderer Stelle dringendere Aufgaben an, etwa die Instandhaltung bestehender Straßen und Brücken sowie Maßnahmen mit schnellerem und klarerem Nutzen für die Region.

Klappbrücke Heiligenstedten: Varianten auf dem Tisch

Beim Projekt Klappbrücke Heiligenstedten wurden drei Varianten vorgestellt: eine Instandsetzung für etwa 2,5 Mio. Euro mit einer voraussichtlichen Restlebensdauer von 5 bis 10 Jahren sowie zwei Ersatzneubauten mit geschätzten Kosten von rund 10 Mio. Euro bzw. 12 Mio. Euro. Eine Wirtschaftlichkeitsberechnung steht noch aus. Erst danach sollen die verkehrlichen Anforderungen und die Finanzierung abschließend geprüft werden.

ÖPNV: Fahrplanoptimierung und neue Ausschreibung

Die Ergebnisse der Netzoptimierung im ÖPNV wurden ebenfalls vorgestellt. Diskutiert wurden unter anderem neue Haltestellen, Fahrzeitveränderungen und bessere Anschlüsse in den Teilnetzen Nord, Ost, West, Süd und Mitte. Der Ausschuss begrüßte die vorgeschlagenen Maßnahmen und beschloss, diese nach den Sommerferien 2026 umzusetzen. Auch das künftige Vergabeverfahren für die Personenverkehrsleistungen wurde beraten. Vorgesehen sind Mindestquoten gemäß Saubere-Fahrzeuge-Beschaffungsgesetz sowie das optimierte Fahrplanangebot als Grundlage der Ausschreibung.

Radverkehrskonzept beschlossen

Das Radverkehrskonzept für den Kreis Steinburg wurde in der vorliegenden Form beschlossen. Es soll als fachliche Grundlage für den weiteren Ausbau der Radwegeinfrastruktur dienen. Im Ausschuss wurde außerdem deutlich, dass sichere Schulradwege und eine bessere winterliche Befahrbarkeit wichtiger Bestandteil der weiteren Arbeit sein sollen.

Prüfbericht zu Kreisstraßen

Der Bericht des Prüfungsamtes zu Straßenbaumaßnahmen beim Amt für Kreisstraßen wurde zur Kenntnis genommen. Darin werden unter anderem Defizite bei Planung, Steuerung und langfristiger Erhaltungsplanung kritisiert. Für die Bürgerliste Steinburg zeigt der Bericht einmal mehr, wie wichtig ein wirtschaftlicher, transparenter und vorausschauender Umgang mit der Infrastruktur des Kreises ist.

Die Sitzung hat gezeigt, dass der Kreis Steinburg bei Mobilität und Infrastruktur vor großen Aufgaben steht. Während beim ÖPNV und beim Radverkehr konkrete Schritte beschlossen wurden, bleibt die Grenzwegtrasse aus Sicht der Bürgerliste ein Projekt mit unklarer Perspektive, stark gestiegenen Kosten und falscher Prioritätensetzung. Gerade angesichts knapper Haushaltsmittel setzt die Bürgerliste Steinburg auf Vernunft und Lösungen mit echtem Nutzen für die Menschen im Kreis.

Berichterstatter: Dieter Thara (Ausschussmitglied) und Carsten Fürst (Fraktionsvorsitzender

 

Dieser Bericht basiert auf eigenen Aufzeichnungen sowie den öffentlichen Sitzungsunterlagen und wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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