Der Ausschuss für Finanzen des Kreises Steinburg tagte am 17. März 2026 im Kreistagssaal in Itzehoe. Prof. Dr. Dudde führte den Vorsitz, während Malte Amen für die Bürgerliste Steinburg (als Ersatz für Jörn Schmedtje) an der Sitzung teilnahm. Die Sitzung begann mit der Genehmigung des Protokolls der vorherigen Sitzung vom 27. November 2025, gegen das keine Einwände vorlagen. In der Einwohnerfragestunde gab es keine Anfragen.
Bericht zur Haushaltsführung
Der Ausschuss nahm den Quartalsbericht IV/2025 (Drucksache VO2026024) zur Kenntnis. Frau Böttcher-Naudiet merkte an, dass zukünftig die Verfallsdaten der Kredite aufgeführt werden sollten, und wünschte eine Anpassung. Der Bericht zeigt eine stabile Entwicklung in der Sozialhilfe, etwa mit einer Abweichung von plus 5,93 Prozent bei der Hilfe zum Lebensunterhalt.
Über- und außerplanmäßige Aufwendungen
Unter Punkt 5a und 5b (Drucksache VO2026045) wurden die Berichte über unerhebliche über- und außerplanmäßige Aufwendungen für 2025 (2,16 Millionen Euro Aufwand, 2,18 Millionen Euro Auszahlungen) sowie für 2026 (0,12 Millionen Euro Aufwand, 0,23 Millionen Euro Auszahlungen) zur Kenntnis genommen. Herr Rosenmeier erklärte die hohen Personalkosten mit der Tarifrunde 2025, schnellerer Bearbeitung von Höhergruppierungen und hohem Stellenbesetzungsstand. Die Hochrechnung basiert auf den tatsächlichen Zahlen der Versorgungsausgleichskasse VAK, inklusive Prognosen für Beförderungen und Sonderzahlungen.
Umsetzung der Haushaltsgenehmigung 2026
Frau Beier erläuterte die eingeschränkte Genehmigung durch das Ministerium: Von beantragten 28,3 Millionen Euro Krediten wurden nur 23 Millionen Euro freigegeben, was eine Reduzierung um 5,3 Millionen Euro bei Investitionen erfordert, etwa 100.000 Euro weniger beim Kreishausneubau oder 175.000 Euro bei EDV-Ausgaben. Sie verweist auf die beigefügte Anlage mit Verwaltungsvorschlägen. Es wurde eine Wertberichtigung zum Klinikum im Jahresabschluss 2025 angekündigt. Der Vorsitzende wies auf Vorschläge der Kommunalaufsicht zur Haushaltssanierung hin.
Zur fehlenden Bezahlkarte für Asylsuchende erklärte das Kreissozialamt, dass der Erlass erst am 21. November 2025 vorlag und eine Umsetzung bis Jahresende unmöglich war; der hohe Mehraufwand (Schnittstellen, Registrierung, persönliche Einrichtung) mache ein Einsparpotential schwer erkennbar.
Der Ausschuss empfahl dem Kreistag einstimmig (9 Ja-Stimmen) die Umsetzung der Genehmigung.
Mitteilungen und Abschluss
Herr Dr. Treinies berichtete von Stellenaufstockungen beim Kreisfeuerwehrverband: Lehrgangsbüro (EG4) von 0,5 auf 0,75 VZÄ (Kreis trägt diese Kosten voll), Geschäftsstelle (EG5) auf 0,75 VZÄ (75% Kreisanteil); Mittel sind im Haushalt 2026 eingeplant.
Berichterstatter: Malte Amen (stv. Ausschussmitglied) und Carsten Fürst (Fraktionsvorsitzender
Dieser Bericht basiert auf eigenen Aufzeichnungen sowie den öffentlichen Sitzungsunterlagen und wurde mit Unterstützung von KI erstellt.