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Bericht zur Sitzung des Hauptausschusses am 25. Februar 2026

Am 25. Februar 2026 tagte der Hauptausschuss des Kreises Steinburg unter Vorsitz von Frau Gaudlitz im Kreistagssaal in Itzehoe. In der Einwohnerfragestunde nutzte der Kreisseniorenbeirat die Gelegenheit, auf die Bedeutung der Seniorinnen und Senioren bei der Planung neuer Wohnformen hinzuweisen.

Quartalsbericht IV/2025 – angespannte, aber beherrschbare Lage

Ein Schwerpunkt der Sitzung war der Bericht über die Haushaltsführung mit dem Quartalsbericht IV/2025. Deutlich wurde, dass sich der Kreis weiterhin in einer angespannten Finanzlage befindet, insbesondere durch stark steigende Ausgaben im Sozialbereich und für Hilfen zur Pflege, Eingliederungshilfe sowie Jugendhilfe. Teilweise sind die hohen Abweichungen zum Plan jedoch dadurch bedingt, dass erhebliche Refinanzierungsbeträge des Landes – etwa in der Eingliederungshilfe nach SGB IX – noch nicht verbucht sind und die Ergebnisse dadurch nachträglich verbessert werden.

Beim Thema Asylbewerberleistungen und Unterbringung unbegleiteter Minderjähriger zeigen die Zahlen, dass der Kreis einerseits stark gefordert wird, andererseits aber auch beträchtliche Erstattungen von Land und Bund erhält. Insgesamt wurde der Quartalsbericht vom Hauptausschuss zur Kenntnis genommen, verbunden mit der Erwartung, dass die noch ausstehenden Landesmittel zügig geklärt und vereinnahmt werden.

Neue Wohnformen – Kreis Steinburg setzt klares Signal

Mit breiter Zustimmung hat der Hauptausschuss Mittel aus dem Budget der Wirtschaftsstrategie Steinburg freigegeben, um eine ganztägige kreisweite Fachveranstaltung zum Thema „Neue Wohnformen“ im Sommer 2026 vorzubereiten. Ziel ist es, Ämter und Städte mit Informationen, Praxisbeispielen und konkreten Unterstützungsangeboten zu versorgen, damit vor Ort eigene Projekte – etwa Mehr-generationenhäuser, Wohnpflegegruppen oder genossenschaftliche Wohnprojekte – entstehen können.

Die Bürgerliste Steinburg begrüßt diese Ausrichtung ausdrücklich und unterstützt die vorgesehene Stärkung neuer, gemeinschaftlicher und seniorengerechter Wohnformen im ländlichen Raum. Grundlage ist eine neue Bevölkerungsprognose, die statt eines erwarteten Rückgangs nun einen leichten Zuwachs bis 2030 vorsieht und damit den Handlungsdruck bei der Wohnbauentwicklung erhöht. Für die Konzeption, Vorbereitung und Durchführung der Sommerveranstaltung wird ein externes Büro beauftragt, wofür der Hauptausschuss 15.000 Euro aus dem Wirtschaftsstrategie‑Budget freigibt.

Energiewende und HanseWerk – Investitionen ermöglichen

Ein weiterer wichtiger Punkt war die geplante Satzungsänderung bei der HanseWerk AG. Die HanseWerk‑Gruppe zählt zu den großen Energiedienstleistern im Norden und investiert jährlich deutlich über 400 Millionen Euro in Strom‑ und Gasnetze sowie in eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Um den Aufsichtsrat auf strategisch besonders bedeutsame Entscheidungen zu konzentrieren und die Handlungs-fähigkeit des Unternehmens zu stärken, soll die Wertgrenze für zustimmungspflichtige Geschäfte von 5 auf 10 Millionen Euro angehoben werden.

Die Bürgerliste Steinburg unterstützt diese Maßnahme, weil sie einen Beitrag dazu leisten kann, notwendige Investitionen in Netze und Wärmewende schneller auf den Weg zu bringen, zugleich aber den Einfluss des Kreises bei grundsätzlichen Entscheidungen wahrt. Der Hauptausschuss empfiehlt dem Kreistag, der Satzungsänderung zuzustimmen; eine entsprechende Beschlussfassung der Haupt-versammlung von HanseWerk ist für den 13. Mai 2026 vorgesehen.

Verschiedenes und Ausblick

Unter Mitteilungen und Anfragen informierte die Verwaltung über die laufende Überarbeitung der Hauptsatzung und der Geschäftsordnung sowie über eine anstehende Änderung der Entschädigungssatzung. Zudem wurde über den Stand des Neubaus des Kreishauses berichtet; ein Einzug im ersten Quartal 2027 gilt als realistische Planung, bleibt aber abhängig vom weiteren Baufortschritt. Die Bürgerliste Steinburg wird die weitere Entwicklung bei Finanzen, neuer Wohnraumentwicklung und Energiewende konstruktiv begleiten und sich für verlässliche Rahmenbedingungen für die Kommunen im Kreis einsetzen.

 

Dieser Bericht basiert auf eigenen Aufzeichnungen sowie den öffentlichen Sitzungsunterlagen und wurde mit Unterstützung von KI erstellt.

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